- By SAFEAS
- 18. September 2026
- Inhaltsstoffe

Honig vereint verschiedene natürliche Inhaltsstoffe, die für die Hautpflege interessant sind. Dazu gehören vor allem Zucker, organische Säuren, Mineralstoffe und bioaktive Verbindungen. Diese Zusammensetzung kann dazu beitragen, Feuchtigkeit in der Haut zu binden und ein regeneriertes, geschmeidiges Hautgefühl zu fördern.
Besonders bei trockener und beanspruchter Haut kann Honig daher eine interessante Ergänzung in der Pflege sein. Doch wie wirkt Honig auf die Haut – und was kann er in der Hautpflege tatsächlich leisten?
Honig in der Hautpflege: Tradition und Wirkung
Honig wird schon seit Jahrhunderten für die Hautpflege verwendet. Auch heute findet er in der Naturkosmetik Verwendung. Seine Zusammensetzung aus Zucker, organischen Säuren, Enzymen und weiteren natürlichen Verbindungen bestimmt seine unterschiedlichen Eigenschaften.
Honig kann dazu beitragen, Feuchtigkeit zu binden und die Haut geschmeidiger und gepflegter wirken zu lassen. Darüber hinaus enthält er Verbindungen mit antioxidativen Eigenschaften und weist je nach Honigsorte antimikrobielle Eigenschaften auf. Dadurch wird er in unterschiedlichen Bereichen der Hautpflege eingesetzt.
Wie Honig auf die Haut wirkt, hängt unter anderem von seiner Herkunft, der Honigsorte, der Qualität und der Verarbeitung ab. Eine möglichst schonende Verarbeitung ist dabei von Bedeutung, da empfindliche Bestandteile des Honigs durch starke Erhitzung beeinträchtigt werden können. Für kosmetische Anwendungen werden deshalb auch naturbelassene und schonend verarbeitete Honige eingesetzt.
Die Inhaltsstoffe von Honig
Honig besteht nicht nur aus Zucker. Je nach Herkunft und Sorte enthält er außerdem organische Säuren, Enzyme, Aminosäuren, Mineralstoffe und verschiedene pflanzliche Verbindungen. Die genaue Zusammensetzung kann dabei variieren.
Glucose und Fructose: Die beiden Zuckerarten machen einen großen Teil des Honigs aus. Sie sind hygroskopisch, können also Wasser binden. Diese Eigenschaft ist auch für die kosmetische Anwendung interessant, insbesondere bei trockener Haut.
Glucose-Oxidase: Das Enzym stammt aus der Biene und ist an der Bildung von Wasserstoffperoxid beteiligt. Zusammen mit dem sauren Milieu und der hohen Zuckerkonzentration trägt es zu den antimikrobiellen Eigenschaften von Honig bei. Wie stark dieser Effekt ausfällt, hängt unter anderem von der Honigsorte und den jeweiligen Bedingungen ab.
Polyphenole und Flavonoide: Honig enthält verschiedene pflanzliche Verbindungen mit antioxidativen Eigenschaften. Ihre Konzentration kann sich je nach botanischer Herkunft des Honigs unterscheiden.
Aminosäuren und Mineralstoffe: Auch Aminosäuren und Mineralstoffe wie Kalium, Calcium und Magnesium kommen in Honig vor. Sie machen jedoch nur einen kleinen Teil seiner Gesamtzusammensetzung aus.
Wie wirkt Honig auf die Haut?
Honig kann aufgrund seiner natürlichen Zusammensetzung verschiedene Eigenschaften für die Hautpflege mitbringen. Dazu gehören vor allem seine feuchtigkeitsbindenden, antioxidativen und antimikrobiellen Eigenschaften. Wie ausgeprägt diese Eigenschaften sind, hängt unter anderem von der Honigsorte, ihrer Herkunft und der Verarbeitung ab.
1. Honig kann die Haut mit Feuchtigkeit versorgen
Die in Honig enthaltenen Zucker, vor allem Glucose und Fructose, sind hygroskopisch und können Wasser binden. Dadurch kann Honig dazu beitragen, die Haut mit Feuchtigkeit zu versorgen und ihr ein geschmeidigeres Gefühl zu geben.
Die feuchtigkeitsbindende Wirkung eines Inhaltsstoffs ist dabei nicht mit einer Verbesserung der Hautbarriere gleichzusetzen. Für die Pflege spielt deshalb die gesamte Formulierung eines Produkts eine wichtige Rolle.
2. Honig besitzt antimikrobielle Eigenschaften
Honig weist aufgrund seiner natürlichen Zusammensetzung antimikrobielle Eigenschaften auf. Dazu tragen unter anderem die hohe Zuckerkonzentration, das saure Milieu und – je nach Honigsorte – das Enzym Glucose-Oxidase bei, das an der Bildung von Wasserstoffperoxid beteiligt ist. Wie stark diese Eigenschaften ausgeprägt sind, unterscheidet sich je nach Honigsorte und Zusammensetzung.
3. Honig enthält antioxidative Verbindungen
Honig enthält je nach Sorte unterschiedliche Mengen an Polyphenolen und Flavonoiden. Diese pflanzlichen Verbindungen können antioxidativ wirken und dazu beitragen, freie Radikale zu neutralisieren.
Die Menge und Zusammensetzung dieser Verbindungen kann je nach botanischer Herkunft des Honigs deutlich variieren. Deshalb unterscheiden sich auch die Eigenschaften verschiedener Honigsorten.
4. Honig und das natürliche Hautklima: pH-Wert und HautmikrobioM
Durch seinen leicht sauren pH-Wert (ca. 3,5 bis 4,5) liegt Honig grundsätzlich im sauren Bereich, der auch für die Hautoberfläche charakteristisch ist. Ein leicht saures Hautmilieu ist ein wichtiger Bestandteil der natürlichen Hautbarriere und steht in Zusammenhang mit dem Hautmikrobiom. Wie sich Honig tatsächlich auf den pH-Wert und das Hautmikrobiom auswirkt, hängt jedoch auch von der jeweiligen kosmetischen Formulierung ab.
5. Honig besitzt beruhigende und pflegende Eigenschaften
Neben seiner feuchtigkeitsspendenden Wirkung enthält Honig verschiedene sekundäre Pflanzenstoffe, die für ihre antioxidativen und hautpflegenden Eigenschaften untersucht werden. Dadurch kann Honig insbesondere in Pflegeprodukten für trockene, beanspruchte oder empfindliche Haut interessant sein und zu einem angenehmen, geschmeidigen Hautgefühl beitragen.
Für welche Haut ist Honig geeignet?
Honig kann je nach Zusammensetzung und Formulierung für unterschiedliche Hautbedürfnisse interessant sein. Besonders trockene, raue und beanspruchte Haut kann von seinen feuchtigkeitsbindenden Eigenschaften profitieren. Auch für normale Haut und Mischhaut kann Honig eine sinnvolle Ergänzung in der täglichen Pflegeroutine sein, wenn ein geschmeidiges und gepflegtes Hautgefühl unterstützt werden soll.
Bei empfindlicher Haut kann Honig ebenfalls interessant sein, sofern er gut vertragen wird. Bei zu Unreinheiten neigender Haut können die je nach Honigsorte vorhandenen antimikrobiellen Eigenschaften von Interesse sein. Daraus lässt sich jedoch nicht ableiten, dass Honig Akne oder andere Hauterkrankungen behandelt.
Entscheidend ist dabei nicht nur der enthaltene Honig, sondern die gesamte Zusammensetzung eines kosmetischen Produkts. Je nach Hautbedürfnis kann Honig deshalb in unterschiedlichen Pflegeprodukten eingesetzt werden – beispielsweise in Gesichtsmasken, Cremes oder in der Lippenpflege.
Für trockene, beanspruchte und pflegebedürftige Gesichtshaut eignet sich die Honig Regenerationsmaske. Sie verbindet Honig mit weiteren sorgfältig ausgewählten Inhaltsstoffen und bietet eine intensive Pflege, wenn sich die Haut trocken oder beansprucht anfühlt.
Auch für trockene und beanspruchte Lippen kann Honig Bestandteil einer passenden Pflege sein. Der Feige Hydration Lippenbalsam mit Akazienblütenhonig ist für die tägliche Pflege gedacht und verbindet pflegende Eigenschaften mit einem geschmeidigen Hautgefühl.
Häufige Fragen zu Honig für die Haut
Honig kann besonders für die Pflege trockener und beanspruchter Haut geeignet sein. Er kann Feuchtigkeit binden und dazu beitragen, dass sich die Haut geschmeidiger und gepflegter anfühlt.
Honig kann Feuchtigkeit binden und weist je nach Sorte antioxidative und antimikrobielle Eigenschaften auf. Wie stark diese Eigenschaften ausgeprägt sind, hängt unter anderem von Herkunft, Honigsorte und Verarbeitung ab.
Ja, Honig kann eine sinnvolle Ergänzung bei trockener Haut sein. Seine enthaltenen Zucker sind hygroskopisch und können Wasser binden.
Honig kann auch bei empfindlicher Haut verwendet werden, sofern er gut vertragen wird. Wie bei jedem kosmetischen Inhaltsstoff können individuelle Unverträglichkeiten auftreten.
Ja, Honig hilft gegen Falten – insbesondere zur Minderung von Trockenheitsfältchen und zum Schutz vor vorzeitiger Hautalterung. Seine Anti-Aging-Wirkung beruht auf zwei dermatologischen Effekten:
Sofortige Feuchtigkeits-Aufpolsterung: Fructose- und Glucose-Moleküle ziehen Wasser tief in die Hornschicht und glätten feine Linien sichtbar.
Antioxidativer Zellschutz: Enthaltene Flavonoide und Polyphenole neutralisieren freie Radikale und schützen das körpereigene Kollagen vor Abbau.
Reiner Honig gilt nicht als komedogen und verstopft die Poren nicht typischerweise. Ob eine Pflege komedogen wirken kann, hängt jedoch von der gesamten Produktformulierung und nicht allein vom Honig ab.
Ja. Honig repariert eine geschädigte Hautbarriere, indem er den transepidermalen Wasserverlust (TEWL) stoppt, Reizungen lindert und die Mikrobiom-Balance der Haut wiederherstellt.
Durch seine zellstimulierende und entzündungshemmende Wirkung unterstützt Honig das Abklingen von Rötungen nach Unreinheiten und beschleunigt das Verblassen frischer Pickelmale.
Fazit: Honig für die Hau
Honig ist ein natürlicher Bestandteil, der aufgrund seiner Zusammensetzung verschiedene Eigenschaften für die Hautpflege mitbringt. Er kann Feuchtigkeit binden und enthält Verbindungen mit antioxidativen und antimikrobiellen Eigenschaften.
Wie diese Eigenschaften zum Tragen kommen, hängt unter anderem von der Honigsorte, ihrer Herkunft, der Verarbeitung und der gesamten Formulierung ab. Honig kann damit eine sinnvolle Ergänzung kosmetischer Pflege sein – entscheidend ist letztlich das Zusammenspiel aller Inhaltsstoffe.
QuelleN
- Burlando, B. and Cornara, L. (2013) ‘Honey in dermatology and skin care: a review’, Journal of Cosmetic Dermatology, 12(4), pp. 306–313. doi:10.1111/jocd.12058.
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- Semprini, A. et al. (2016) ‘Randomised controlled trial of topical kanuka honey for the treatment of acne’, BMJ Open, 6, e009448. doi:10.1136/bmjopen-2015-009448.
- Jull, A.B. et al. (2015) ‘Honey as a topical treatment for wounds’, Cochrane Database of Systematic Reviews, (3), CD005083. doi:10.1002/14651858.CD005083.pub4.