- By SAFEAS
- 29. August 2026
- Hautpflege

Mitesser können bei jedem Hauttyp auftreten – auch bei ansonsten gepflegter und ebenmäßiger Haut. Besonders an Nase, Stirn und Kinn können sich Talg und abgestorbene Hautzellen in den Poren ansammeln. So entstehen kleine schwarze oder weißliche Pünktchen, sogenannte Komedonen.
Doch wie lassen sich Mitesser entfernen und verstopfte Poren sanft reinigen? Eine milde Reinigung bildet die Grundlage, reicht allein jedoch nicht immer aus. Welche Wirkstoffe und Pflegeschritte sinnvoll sind und was der Haut bei Mitessern eher nicht guttut, zeigt dieser Beitrag.
Was sind Mitesser?
Mitesser, medizinisch Komedonen, entstehen, wenn sich Talg und abgestorbene Hautzellen im Ausführungsgang eines Haarfollikels ansammeln und diesen verstopfen. Besonders häufig treten sie dort auf, wo die Haut mehr Talg produziert – etwa an Nase, Stirn und Kinn.
Man unterscheidet zwischen zwei Formen:
- Offene Komedonen: Die Öffnung des Follikels ist offen. Der enthaltene Talg kann durch den Kontakt mit Sauerstoff oxidieren und dadurch dunkel erscheinen. Die schwarze Färbung entsteht nicht durch Schmutz.
- Geschlossene Komedonen: Die Öffnung des Follikels ist verschlossen. Sie zeigen sich meist als kleine hautfarbene oder weißliche Erhebungen.
Mitesser sind daher kein Zeichen mangelnder Hygiene. Auch bei regelmäßiger und gründlicher Reinigung können neue Komedonen entstehen. Eine Rolle spielen unter anderem die individuelle Talgproduktion und die Verhornung der Haut.
Warum entstehen Mitesser?
Mitesser entstehen nicht durch eine einzige Ursache. Meist kommen mehrere Faktoren zusammen: Eine erhöhte Talgproduktion, eine veränderte Verhornung der Haut und hormonelle Einflüsse können dazu beitragen, dass sich der Ausführungsgang eines Haarfollikels leichter verstopft.
1. Mehr Talg kann Mitesser begünstigen
Talg hat eine wichtige Funktion: Er schützt die Haut und trägt dazu bei, sie geschmeidig zu halten. Wird jedoch besonders viel Talg gebildet, kann er sich gemeinsam mit abgestorbenen Hautzellen im Follikel ansammeln. Dadurch kann die Entstehung von Komedonen begünstigt werden.
2. Abgestorbene Hautzellen spielen eine Rolle
Unsere Haut erneuert sich ständig. Dabei werden alte Hautzellen nach und nach abgestoßen. Bei einer verstärkten Verhornung können sich jedoch vermehrt Hautzellen im Bereich des Follikels ansammeln. Zusammen mit Talg können sie die Öffnung verstopfen und so die Entstehung eines Mitessers begünstigen.
3. Hormone beeinflussen die Talgproduktion
Auch hormonelle Einflüsse spielen eine Rolle. Insbesondere Androgene können die Aktivität der Talgdrüsen steigern. Deshalb treten Mitesser und andere Unreinheiten beispielsweise während der Pubertät oder bei anderen hormonellen Veränderungen häufiger auf.
4. Hauttyp und individuelle Veranlagung
Wie stark die Haut zu Mitessern neigt, ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Fettige und zu Unreinheiten neigende Haut entwickelt häufiger Komedonen. Doch auch bei Mischhaut oder normaler Haut können verstopfte Poren entstehen. Die individuelle Veranlagung spielt dabei ebenfalls eine Rolle.
5. Pflege und äußere Einflüsse
Auch die tägliche Hautpflege kann Einfluss auf das Hautbild haben. Sehr reichhaltige oder individuell schlecht verträgliche Produkte können bei manchen Menschen Unreinheiten begünstigen. Make-up, Schweiß und andere äußere Faktoren können ebenfalls eine Rolle spielen.
Dabei gilt: Nicht jede reichhaltige Creme oder jedes Öl führt automatisch zu verstopften Poren. Ob ein Produkt die Entstehung von Komedonen begünstigt, hängt unter anderem von der gesamten Formulierung und der individuellen Haut ab.
Was hilft gegen Mitesser?
Mitesser lassen sich nicht einfach „wegputzen“ – und auch eine besonders gründliche Reinigung verhindert nicht, dass neue entstehen. Eine sanfte, regelmäßige Hautpflege kann jedoch dabei helfen, überschüssigen Talg und abgestorbene Hautzellen zu entfernen und das Hautbild ebenmäßiger erscheinen zu lassen.
1. Die Haut sanft reinigen
Eine milde Reinigung ist die Grundlage einer guten Pflegeroutine. Sie entfernt Schweiß, Make-up, überschüssigen Talg und Rückstände, ohne die Haut unnötig zu beanspruchen.
Mehr Reinigung bedeutet dabei nicht automatisch reinere Haut. Aggressive Gesichtsreiniger oder stark entfettende Produkte können die Haut reizen und ein unangenehmes Spannungsgefühl hinterlassen.
Reinigen Sie Ihr Gesicht morgens und abends mit einem Produkt, das zu Ihrem Hauttyp passt. Nach dem Sport oder bei starkem Schwitzen kann eine zusätzliche Reinigung sinnvoll sein.
2. Mitesser nicht selbst ausdrücken
Auch wenn es verlockend ist: Mitesser sollten nicht regelmäßig mit den Fingern ausgedrückt werden. Durch den Druck kann die Haut verletzt und zusätzlich gereizt werden. Unsachgemäßes Ausdrücken kann zudem Entzündungen begünstigen.
Bei hartnäckigen oder zahlreichen Komedonen kann eine professionelle Ausreinigung oder dermatologische Beratung sinnvoller sein als das eigene Ausdrücken.
3. Verhornungen sanft lösen
Ein geeignetes Peeling kann dabei helfen, abgestorbene Hautzellen zu entfernen und Verhornungen zu reduzieren. Bei zu Mitessern neigender Haut kommt häufig Salicylsäure (BHA) zum Einsatz.
Salicylsäure gehört zu den Beta-Hydroxysäuren und ist fettlöslich. Dadurch kann sie besonders im Bereich der Poren wirken und dabei helfen, überschüssigen Talg und abgestorbene Hautzellen zu lösen.
Auch hier gilt: Mehr ist nicht automatisch besser. Zu häufiges oder zu intensives Peelen kann die Haut reizen. Bei Rötungen, Brennen oder einem anhaltenden Spannungsgefühl sollte die Anwendung reduziert oder pausiert werden.
4. Die Haut mit Feuchtigkeit versorgen
Auch fettige oder unreine Haut braucht Feuchtigkeit. Eine passende Pflege sorgt für ein angenehmes und geschmeidiges Hautgefühl, ohne die Haut unnötig zu beschweren.
Entscheidend ist nicht, möglichst wenig Pflege zu verwenden, sondern Produkte zu wählen, die zum eigenen Hauttyp passen und gut vertragen werden.
Was Mitessern nicht guttut
Bei Mitessern ist eine besonders gründliche Reinigung nicht unbedingt die beste Lösung. Zu aggressive Methoden können die Haut reizen und das Hautbild zusätzlich belasten.
Aggressive Peelings
Grobe Peelingpartikel und starkes Reiben können die Haut unnötig beanspruchen. Ein Peeling sollte die Haut sanft glätten und weder Brennen noch deutliche Rötungen verursachen. Gerade bei empfindlicher oder zu Unreinheiten neigender Haut gilt: weniger ist oft mehr.
Mitesser regelmäßig ausdrücken
Auch wenn es verlockend ist: Regelmäßiges Drücken und Quetschen kann die Haut verletzen und Entzündungen begünstigen. Bei hartnäckigen Komedonen kann eine professionelle Ausreinigung oder dermatologische Beratung sinnvoller sein.
Stark entfettende Produkte
Ein Spannungsgefühl nach der Reinigung bedeutet nicht, dass die Haut besonders gründlich gereinigt wurde. Stark entfettende oder reizende Produkte können die Haut unnötig belasten und bei empfindlicher Haut die Hautbarriere beeinträchtigen.
Häufige Fragen zu Mitessern
Eine milde Reinigung, passende Feuchtigkeitspflege und je nach Hauttyp ein geeignetes Peeling können helfen, Mitesser zu reduzieren. Besonders Salicylsäure (BHA) wird häufig bei verstopften Poren eingesetzt.
Mitesser sollten nicht regelmäßig selbst ausgedrückt werden. Eine sanfte Reinigung und geeignete Wirkstoffe können helfen, Verhornungen und überschüssigen Talg zu reduzieren. Bei hartnäckigen Komedonen kann eine professionelle Ausreinigung sinnvoll sein.
Mitesser können durch eine erhöhte Talgproduktion, eine verstärkte Verhornung, hormonelle Einflüsse und die individuelle Veranlagung entstehen. Auch bei guter Hautpflege können deshalb neue Komedonen auftreten.
Nein. Mitesser entstehen nicht einfach durch Schmutz. Sie bilden sich, wenn sich unter anderem Talg und abgestorbene Hautzellen im Follikel ansammeln. Eine übermäßige Reinigung verhindert Mitesser daher nicht automatisch.
Besser nicht regelmäßig. Durch starkes Drücken kann die Haut verletzt und gereizt werden. Bei hartnäckigen Mitessern ist eine professionelle Ausreinigung die schonendere Alternative.
Mitesser lassen sich nicht dauerhaft „wegputzen“. Eine passende Pflegeroutine kann jedoch dazu beitragen, bestehende Komedonen zu reduzieren und der Entstehung neuer Mitesser entgegenzuwirken.
Fazit: Was bei Mitessern wirklich hilft
Mitesser gehören zu einem normalen Hautbild und lassen sich nicht durch besonders gründliches Reinigen dauerhaft entfernen. Entscheidend ist eine sanfte und konsequente Pflegeroutine, die überschüssigen Talg und abgestorbene Hautzellen entfernt, ohne die Haut unnötig zu reizen.
Eine milde Reinigung, passende Pflege und ein gezielter Einsatz von Peelings können dabei helfen, Mitesser und verstopfte Poren zu reduzieren. Auf starkes Reiben, häufiges Ausdrücken und ungeeignete Hausmittel sollte besser verzichtet werden.
Geduld und eine auf den eigenen Hauttyp abgestimmte Pflege sind langfristig meist der bessere Weg zu einem ebenmäßigen Hautbild.
Quelle
- American Academy of Dermatology (2024) Acne: Signs and symptoms. American Academy of Dermatology. Available at: AAD – Acne: Signs and symptoms (Accessed: 29 August 2026).
- American Academy of Dermatology (2024) Acne: Diagnosis and treatment. American Academy of Dermatology. Available at: AAD – Acne: Diagnosis and treatment (Accessed: 29 August 2026).
- American Academy of Dermatology (2024) Acne clinical guideline. American Academy of Dermatology. Available at: AAD – Acne clinical guideline (Accessed: 29 August 2026).
- DermNet New Zealand (2024) Comedonal acne. DermNet. Available at: DermNet – Comedonal acne (Accessed: 29 August 2026).