- By SAFEAS
- 2. Juni 2023
- Hautpflege
- Comments:3

Akne ist eine der häufigsten Hauterkrankungen und betrifft sowohl Jugendliche als auch Erwachsene. Sie entsteht, wenn Talgdrüsen verstopfen, die Hautbarriere gestört ist oder Bakterien die Haut reizen. Typisch sind Pickel, Mitesser, Papeln, Pusteln und fettige Haut. Eine gezielte Pflege kann helfen, Entzündungen zu reduzieren, die Haut zu beruhigen und Narbenbildung vorzubeugen.
Akne Ursachen
Akne vulgaris entsteht durch das Zusammenspiel mehrerer Faktoren. Dazu zählen eine erhöhte Talgproduktion, eine gestörte Verhornung der Haarfollikel, Veränderungen des Hautmikrobioms und entzündliche Prozesse. Diese Mechanismen können dazu führen, dass sich Talg und Hornzellen in den Follikeln ansammeln und typische Akneerscheinungen entstehen (Vasam et al. 2023).
Talgdrüsen produzieren Sebum, eine natürliche Lipidmixtur, die unter anderem dazu beiträgt, die Haut geschmeidig zu halten und vor äußeren Einflüssen zu schützen. Während der Pubertät steigt die Talgproduktion unter dem Einfluss von Hormonen häufig deutlich an.
Zusätzlich können sich mehr Hornzellen im Bereich der Follikelöffnung ansammeln. Dadurch wird der Abfluss des Talgs erschwert und es können Mitesser (Komedonen) entstehen. In einem solchen verstopften Follikel können sich Cutibacterium acnes vermehren und entzündliche Prozesse begünstigen. Daraus können beispielsweise Papeln und Pusteln entstehen.
Weitere Faktoren, die Akne begünstigen können:
- Hormonelle Einflüsse: beispielsweise während der Pubertät oder im Zusammenhang mit dem Menstruationszyklus
- Genetische Veranlagung: Eine familiäre Neigung kann das Risiko für Akne erhöhen.
- Stress: Kann bestehende Akne beeinflussen oder verstärken.
- Kosmetische Produkte: Bestimmte, reichhaltige oder komedogene Formulierungen können bei entsprechender Veranlagung Unreinheiten begünstigen.
Wichtig: Akne hat meist nicht nur eine einzige Ursache. Häufig kommen mehrere Faktoren zusammen, weshalb eine individuelle Betrachtung der Haut sinnvoll ist.
Akne Typen: Formen und Symptome
Je nach Ausprägung, Schweregrad und Lokalisation unterscheidet man verschiedene Akneformen:
Akne comedonica: vor allem Mitesser
Akne papulosa: kleine, teilweise entzündliche Papeln
Akne papulopustolosa: entzündliche Akne mit Papeln und Pusteln
Akne conglobata: schwere Form mit Knoten und ausgeprägten Entzündungen
Häufig betroffene Bereiche: Gesicht, Nacken, Dekolleté, Rücken, Achseln, Gesäß sowie Leisten- und Genitalbereich.
Akne Behandlung und richtige Pflege
Akne lässt sich nicht immer verhindern, da verschiedene innere und äußere Faktoren eine Rolle spielen. Eine passende Pflegeroutine kann jedoch dazu beitragen, die Haut zu beruhigen, überschüssigen Talg zu reduzieren und Unreinheiten gezielt zu pflegen.
Empfohlene Pflegeroutine
1. Reinigung
- Morgens und abends die Haut sanft reinigen. Geeignet sind hautfreundliche, parfumfreie Reinigungsgels, die überschüssigen Talg und Rückstände entfernen, ohne die Haut unnötig auszutrocknen.
2. Tiefenreinigung
- 1–2 Mal pro Woche eine klärende Maske auftragen.
- Sie kann überschüssigen Talg aufnehmen und das Hautbild klarer erscheinen lassen.
- Ein alkoholfreies Toner kann die Haut nach der Reinigung erfrischen, ohne sie zusätzlich auszutrocknen.
- Anschließend kann die gewohnte Pflege aufgetragen werden.
4. Pflege
- Ein feuchtigkeitsspendendes Serum versorgt die Haut mit Feuchtigkeit.
- Eine leichte Pflege für unreine und zu Glanz neigende Haut kann die Haut pflegen, ohne sie unnötig zu beschweren.
- Eine intakte Hautbarriere unterstützt die Haut dabei, ihr natürliches Gleichgewicht zu bewahren.
5. Gezielte Pflege einzelner Pickel
- Spezielle Anti-Pickel-Präparate können punktuell auf einzelne Unreinheiten aufgetragen werden.
100 ml
30 ml
Wichtig: Bei starker, schmerzhafter oder anhaltender Akne sollte die Haut dermatologisch beurteilt werden. Kosmetische Pflege kann die Haut unterstützen, ersetzt aber keine medizinische Aknetherapie.
- Milde Pflege: Reizarme, hautfreundliche Formulierungen sind besonders bei unreiner Haut sinnvoll.
- Parfümfreie Produkte: Bei empfindlicher oder gereizter Haut können parfümfreie Produkte helfen, zusätzliche Irritationen zu vermeiden.
- Geduld: Eine konsequente Pflegeroutine braucht Zeit. Veränderungen zeigen sich meist nicht innerhalb weniger Tage.
Häufige Fragen zu Akne und Pickeln
Eine konsequente, hautschonende Pflegeroutine kann unreine Haut unterstützen. Dazu gehören eine milde Reinigung, ausreichend Feuchtigkeit und gut verträgliche, nicht komedogene Produkte. Bei stärkerer Akne kann eine dermatologische Behandlung sinnvoll sein.
Einen einzelnen Pickel sollte man möglichst nicht ausdrücken. Eine sanfte Reinigung und gezielte Pflege können die betroffene Stelle unterstützen. Eine sofortige Beseitigung innerhalb weniger Stunden ist jedoch meist nicht realistisch.
Eine sanfte Reinigung morgens und abends reicht in der Regel aus. Zu häufiges oder aggressives Waschen kann die Haut reizen und sollte daher vermieden werden.
Bei unreiner Haut eignen sich milde, hautverträgliche und möglichst nicht komedogene Produkte. Auch zu Unreinheiten neigende Haut benötigt Feuchtigkeit, um ihre natürliche Hautbarriere zu unterstützen.
Bei starker, schmerzhafter oder anhaltender Akne ist eine dermatologische Abklärung sinnvoll. Auch bei tiefen Entzündungen oder ersten Anzeichen von Narben sollte ärztlicher Rat eingeholt werden.
Fazit: Akne gezielt pflegen und das Hautbild unterstützen
Akne betrifft nicht nur Jugendliche, auch Erwachsene können Akne entwickeln. Eine auf unreine und zu Akne neigende Haut abgestimmte Pflegeroutine kann dabei helfen, überschüssigen Talg zu entfernen, die Haut zu beruhigen und das Hautbild auszugleichen.
Wichtig sind eine konsequente, hautschonende Pflege, ausreichend Feuchtigkeit und Produkte, die die natürliche Hautbarriere unterstützen. Wer seine Routine regelmäßig und passend zum eigenen Hauttyp anwendet, kann mit der Zeit zu einem ruhigeren und ebenmäßigeren Hautbild beitragen.
Tipp: Hautpflege braucht Geduld. Veränderungen zeigen sich meist nicht innerhalb weniger Tage. Bei starker, schmerzhafter oder anhaltender Akne ist eine dermatologische Abklärung sinnvoll
Quellen:
- American Academy of Dermatology (AAD) (2024). Guidelines of care for the management of acne vulgaris. Journal of the American Academy of Dermatology. Verfügbar unter: AAD – Acne Clinical Guideline (Zugriff: 29.08.2026).
- Chularojanamontri, L., Tuchinda, P., Kulthanan, K. & Pongparit, K. (2014). Moisturizers for acne: What are their constituents? Journal of Clinical and Aesthetic Dermatology, 7(5), pp. 36–44.
- Dall’Oglio, F., Tedeschi, A., Fabbrocini, G. et al. (2015). Cosmetics for acne: indications and recommendations for an evidence-based approach. Giornale Italiano di Dermatologia e Venereologia, 150(1), pp. 1–11.
- Goh, C.-L. et al. (2023). Expert consensus on holistic skin care routine: Focus on acne, rosacea, atopic dermatitis, and sensitive skin syndrome. Journal of Cosmetic Dermatology, 22(1). DOI: 10.1111/jocd.15519.
- National Guideline Alliance (UK) (2021). Acne vulgaris: management – Skin care advice for people with acne vulgaris.London: National Institute for Health and Care Excellence (NICE).
- Vasam, M., Korutla, S. & Bohara, R.A. (2023). Acne vulgaris: A review of the pathophysiology, treatment, and recent nanotechnology based advances. Biochemical and Biophysical Reports, 36, 101578. DOI: 10.1016/j.bbrep.2023.101578. PMID: 38076662.
- Wang, J.V., Valdebran, M., Caughlin, C.C. et al. (2020). Topical dermocosmetics and acne vulgaris. International Journal of Women’s Dermatology, 6(3), pp. 167–172.