- By SAFEAS
- 27. November 2025
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Squalan ist ein hautidentisches Lipid, das eine zentrale Rolle für die Stabilität der Hautbarriere spielt. Dabei unterstützt es die natürliche Lipidstruktur der Haut, reduziert den transepidermalen Wasserverlust (TEWL) und sorgt gleichzeitig für ein geschmeidiges, ausgeglichenes Hautbild.
Darüber hinaus zählt Squalan aufgrund seiner hohen Verträglichkeit und biomimetischen Eigenschaften zu den wichtigsten Lipidwirkstoffen in der modernen Hautpflege.
Was ist Squalan?
Squalan ist ein hautidentisches Lipid, das die Hautbarriere stärkt, Feuchtigkeitsverlust reduziert und die Haut geschmeidig hält. Es handelt sich um die hydrierte, stabile Form von Squalen – einem natürlichen Bestandteil des Hauttalgs (Sebum).
Im Gegensatz zu Squalen ist Squalan nicht oxidationsanfällig. Durch die Hydrierung entsteht ein klares, leichtes und besonders stabiles Öl, das sich optimal in die natürliche Lipidstruktur der Haut integriert.
Squalan wird heute überwiegend aus pflanzlichen Quellen wie Oliven oder Zuckerrohr gewonnen und gilt als besonders hautverträglich.
Herkunft und Gewinnung von Squalan
Squalan wurde ursprünglich aus Squalen gewonnen, das aus Haifischleber isoliert wurde. In moderner Hautpflege stammt hochwertiges Squalan jedoch nahezu ausschließlich aus pflanzlichen Quellen und gilt heute als vegane Alternative.
Besonders häufig wird Squalan aus Olivenöl gewonnen. Dabei werden Nebenprodukte der Olivenverarbeitung genutzt, was das Verfahren ressourcenschonend und nachhaltig macht. Alternativ wird Squalan auch aus Zuckerrohr oder Amaranth hergestellt.
Für die Hautpflege bedeutet das: ein hochreines, oxidationsstabiles Öl, das die Hautbarriere stärkt und gleichzeitig eine nachhaltige Alternative zu tierischen Lipiden darstellt.
Wirkung und Vorteile von Squalan für die Haut
Squalan ist ein hautidentisches Lipid, das eine zentrale Rolle bei der Stabilisierung der Hautbarriere spielt. Es reduziert den transepidermalen Wasserverlust (TEWL), verbessert die Hautgeschmeidigkeit und schützt vor oxidativem Stress – ohne die Haut zu beschweren oder die Poren zu verstopfen.
Als biomimetischer Wirkstoff integriert sich Squalan in die interzellulären Lipidlamellen des Stratum corneum und unterstützt so die strukturelle Integrität der Haut.
Studien zeigen, dass Squalan die Feuchtigkeit in der Hornschicht stabilisiert und zur Wiederherstellung der Barrierefunktion beiträgt (Kim & Karadeniz, 2012).
1. STÄRKUNG DER HAUTBARRIERE AUF LIPID-EBENE
Die Hautbarriere basiert auf einer geordneten Lipidmatrix aus Ceramiden, Cholesterin und freien Fettsäuren. Dabei wirkt Squalan als ergänzendes, biomimetisches Lipid, das sich in diese Struktur einfügt und die Kohäsion der interzellulären Lipidmatrix unterstützt.
Infolgedessen wird die Barrierefunktion stabilisiert und die Haut widerstandsfähiger gegenüber externen Stressfaktoren wie Umweltbelastungen, Reizstoffen und transepidermalem Wasserverlust.
2. REDUKTION DES TRANSEPIDERMALEN WASSERVERLUSTS (TEWL)
Ein zentraler Wirkmechanismus von Squalan ist die Reduktion des transepidermalen Wasserverlusts (TEWL). Durch seine filmbildenden, jedoch nicht okklusiven Eigenschaften unterstützt es die Haut dabei, Feuchtigkeit in der Hornschicht zu binden.
Im Gegensatz zu klassischen, schwereren okklusiven Lipiden bewahrt Squalan die physiologische Hautatmung und führt nicht zu einem Wärmestau oder einer Beeinträchtigung der Hautfunktion.
3. Verbesserung von Hautglätte und Elastizität
Squalan besitzt eine hohe Spreitfähigkeit und sorgt für eine gleichmäßige Verteilung auf der Hautoberfläche. Dadurch wird die Mikrorauigkeit der Haut reduziert und die Haut erscheint glatter und geschmeidiger.
Langfristig trägt die Stabilisierung der Lipidbarriere dazu bei, die Hautelastizität zu erhalten und Trockenheitsfältchen zu minimieren.
4. Nicht komedogen – geeignet für unreine und ölige Haut
Squalan gilt als nicht komedogen und weist ein sehr geringes Irritationspotenzial auf. Aufgrund seiner strukturellen Ähnlichkeit zum hauteigenen Sebum wird es gut toleriert und kann helfen, die Sebumzusammensetzung indirekt zu regulieren.
Es unterstützt die Haut, ohne die Poren zu verstopfen oder entzündliche Prozesse zu fördern.
5. Schutz vor oxidativem Stress
Squalan wirkt als sekundärer antioxidativer Schutzfaktor, indem es empfindliche Hautlipide vor Lipidperoxidation bewahrt. Dieser Prozess wird durch UV-Strahlung und Umweltfaktoren wie Feinstaub verstärkt und spielt eine Rolle bei der vorzeitigen Hautalterung.
6. Optimierung der Wirkstoffaufnahme
Durch seine lipophile Struktur und gute Spreitfähigkeit kann Squalan die Penetration nachfolgender Wirkstoffe verbessern. Es fungiert dabei als Transportmedium innerhalb der oberflächlichen Hautschichten.
Besonders in Kombination mit Antioxidantien, Vitaminen oder Feuchthaltefaktoren kann dies die Gesamtwirksamkeit der Pflegeroutine erhöhen.
Squalan für verschiedene Hauttypen und Anwendungsbereiche
Squalan ist ein biomimetisches Lipid mit hoher struktureller Ähnlichkeit zum humanen Sebum. Dadurch zeigt es eine ausgezeichnete Hautverträglichkeit und kann sich in die oberflächlichen Lipidstrukturen der Epidermis integrieren, ohne die physiologischen Hautfunktionen zu beeinträchtigen.
Aufgrund seiner nicht komedogenen und reizarmen Eigenschaften eignet sich Squalan für unterschiedliche Hautzustände – insbesondere bei barriereschwacher, empfindlicher oder unausgeglichener Haut.
Trockene Haut
Bei trockener Haut ist die epidermale Barrierefunktion häufig eingeschränkt, was zu erhöhtem transepidermalem Wasserverlust und Lipiddefiziten im Stratum corneum führt.
Squalan unterstützt die Wiederherstellung eines stabilen Lipidmilieus, indem es sich in die oberflächlichen Lipidstrukturen einfügt und die Hautoberfläche vor weiterer Dehydrierung schützt.
Unreine & seborrhoische Haut
Bei zu Unreinheiten oder erhöhter Talgproduktion neigender Haut ist Squalan besonders geeignet, da es ein sehr niedriges komedogenes Potenzial aufweist und die follikulären Strukturen nicht okkludiert.
Es unterstützt die Stabilität der Hautoberfläche, ohne in die natürliche Sebumproduktion regulierend einzugreifen oder diese zu blockieren.
Hinweis:
Bei akneiformen Hautbildern ist die Anwendung in leichten Emulsionen oder Serumformulierungen sinnvoller als in hochkonzentrierter Ölform.
Empfindliche Haut
Empfindliche Haut zeigt häufig eine reduzierte Barrierefunktion und eine erhöhte Reaktivität gegenüber externen Reizen.
Squalan besitzt ein sehr geringes irritatives Potenzial und wird aufgrund seiner biomimetischen Struktur gut toleriert. Es unterstützt die physiologische Hautoberfläche, ohne zusätzliche Reizfaktoren einzubringen.
bei Ekzemen und Neurodermitis
Bei zu Ekzemen oder Neurodermitis neigender Haut ist die Hautbarriere in der Regel geschwächt, wodurch es zu vermehrtem Feuchtigkeitsverlust, Trockenheit und erhöhter Reizempfindlichkeit kommen kann.
Squalan kann hier unterstützend wirken, da es sich als biomimetisches Lipid in die oberflächlichen Lipidstrukturen der Haut einfügt und die Barrierefunktion stabilisiert. Dadurch wird der transepidermale Wasserverlust (TEWL) reduziert und die Hautoberfläche vor zusätzlicher Austrocknung geschützt.
Aufgrund seiner sehr guten Verträglichkeit und seines geringen irritativen Potenzials eignet sich Squalan besonders für empfindliche, zu Reizungen neigende Hautzustände.
Kosmetische Anwendungsbereiche von Squalan
Squalan wird in kosmetischen Formulierungen aufgrund seiner leichten, spreitfähigen und stabilen Eigenschaften vielseitig eingesetzt. Es dient primär als hautfreundliches Lipid zur Optimierung von Textur, Hautgefühl und Wirkstoffverteilung.
Hautpflege (Topische Anwendung)
In der Hautpflege wird Squalan in Seren, Emulsionen und Gesichtscremes eingesetzt. Es verbessert die sensorische Verträglichkeit von Formulierungen und unterstützt ein angenehmes Hautgefühl ohne Fettfilm.
Haarpflege
In der Haarpflege wirkt Squalan als leichtes, nicht beschwerendes Lipid, das die Haarfaser glättet und die Oberflächenstruktur verbessert.
Es reduziert Reibung zwischen den Haarfasern und verbessert die Kämmbarkeit.
Lippenpflege
Squalan eignet sich aufgrund seiner okklusiven, aber leichten Eigenschaften zur Pflege trockener Lippenhaut.
Es schützt vor Feuchtigkeitsverlust und verbessert die Geschmeidigkeit der Lippen.
Make-up & Primer
In dekorativer Kosmetik verbessert Squalan die Pigmentverteilung und die Spreitung von Formulierungen auf der Haut.
Es sorgt für ein gleichmäßigeres Auftragsverhalten und ein verbessertes Hautfinish.
Sonnenschutz
In UV-Schutzprodukten wird Squalan eingesetzt, um die homogene Verteilung lipophiler Filter in der Formulierung zu unterstützen und die Hautsensorik zu verbessern.
Zusätzlich trägt es zur Reduktion von Feuchtigkeitsverlust unter UV-Belastung bei.
FAQ
Squalan ist ein hautidentisches Lipid, das die Hautbarriere stärkt und Feuchtigkeitsverlust reduziert. Es handelt sich um die stabile, oxidationsresistente Form von Squalen, einem natürlichen Bestandteil des hauteigenen Sebums.
In der Hautpflege wird Squalan verwendet, um die Haut geschmeidig zu halten, die Hautbarriere zu unterstützen und Trockenheit vorzubeugen.
Squalan wird nach der Reinigung auf die leicht feuchte Haut aufgetragen.
Anwendung:
- 1–3 Tropfen auf die Haut geben
- sanft einmassieren
- anschließend bei Bedarf Creme verwenden
Squalan kann allein oder in Kombination mit Seren und Cremes verwendet werden. Auf feuchter Haut lässt es sich besonders gut verteilen.
Ja, Squalan eignet sich für die tägliche Anwendung in der Haut- und Haarpflege.
Ja, Squalan stärkt die Hautbarriere und verbessert die Hautfeuchtigkeit.
Ja, Squalan ist sehr gut verträglich und ideal für empfindliche und gereizte Haut.
Ja, Squalan ist nicht komedogen und verstopft die Poren nicht. Es ist daher auch für fettige und zu Unreinheiten neigende Haut geeignet.
Es unterstützt die Hautbarriere, ohne die Talgproduktion zu überlasten oder einen fettigen Film zu hinterlassen.
Nein, Squalan ist nicht komedogen und eignet sich auch für unreine Haut.
Squalan bietet mehrere dermatologisch relevante Vorteile:
- stärkt die Hautbarriere
- reduziert transepidermalen Wasserverlust (TEWL)
- verbessert Hautglätte und Geschmeidigkeit
- ist nicht komedogen
- schützt indirekt vor oxidativem Stress
- verbessert die Wirkstoffverteilung
Squalan gilt als sehr gut verträglicher kosmetischer Inhaltsstoff und wird äußerlich häufig auch während der Schwangerschaft verwendet.
Es ist ein inert wirkendes Lipid ohne bekannte hormonelle Aktivität und wird in der Regel als unbedenklich in der Hautpflege eingestuft.
Squalan kann bei trockener, schuppender Haut unterstützend wirken, da es die Hautbarriere stärkt und Feuchtigkeitsverlust reduziert.
Es ersetzt keine medizinische Therapie, kann aber begleitend eingesetzt werden, um Spannungsgefühl und Trockenheit zu lindern.
Wichtig: Bei Psoriasis sollte die Anwendung immer dermatologisch begleitet werden.
FAZIT: Die Rolle von Squalan für die Hautbarriere und Hautgesundheit
Squalan ist ein biomimetisches, hautidentisches Lipid, das eine zentrale Rolle für die Stabilisierung der epidermalen Hautbarriere spielt. Es unterstützt die Lipidmatrix des Stratum corneum, reduziert den transepidermalen Wasserverlust (TEWL) und schützt epidermale Lipide vor oxidativem Stress.
Durch seine hohe biophysikalische Verträglichkeit integriert sich Squalan in die natürliche Hautlipidstruktur, ohne die physiologische Hautfunktion zu beeinträchtigen oder okklusiv zu wirken.
Aufgrund seiner ausgezeichneten Hautverträglichkeit und vielseitigen Einsatzmöglichkeiten zählt Squalan zu den wichtigsten Basislipiden moderner dermatologischer Hautpflege und eignet sich für nahezu alle Hauttypen.
Quellen
- Kim, S.‑K. & Karadeniz, F. (2012). Biological importance and applications of squalene and squalane. In Advances in Food and Nutrition Research, Vol. 65, pp. 223–233. Elsevier. DOI: 10.1016/B978‑0‑12‑416003‑3.00014‑7.
- Draelos, Z. D. (2018):
Cosmetic Dermatology: Products and Procedures. Wiley-Blackwell. Standardwerk zur kosmetischen Dermatologie, insbesondere zu Hautbarriere, Lipiden und nicht-komedogenen Ölen. - Lodén, M. (2012): Effect of moisturizers on epidermal barrier function.
In: Clinical Dermatology, 30(3), 286–296. Wissenschaftliche Grundlagen zur Wirkung von Lipiden auf die Hautbarriere und TEWL (transepidermaler Wasserverlust). - HSM biolab, Squalan in Kosmetik – Was macht es und wieso wird es benutzt?
- Proksch, E., Brandner, J. M., Jensen, J.-M. (2008):
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