- By SAFEAS
- 2. Juni 2023
- Hautpflege
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Gesichtsöle sind ein zentraler Bestandteil der natürlichen Hautpflege: Sie stärken die Hautbarriere, schützen vor Feuchtigkeitsverlust und unterstützen ein ausgeglichenes, geschmeidiges Hautbild. Die richtige Anwendung von Gesichtsöl ist dabei entscheidend, damit Ihre Haut optimal gepflegt wird und die wertvollen Inhaltsstoffe ihre volle Wirkung entfalten.
Hochwertige Pflanzenöle wie Arganöl, Kaktusfeigenkernöl oder Kukuinussöl versorgen die Haut mit essentiellen Fettsäuren, Vitaminen und Antioxidantien, während sie gleichzeitig für Geschmeidigkeit, Schutz vor Umwelteinflüssen und einen gesunden Glow sorgen. Erfahren Sie, welches Gesichtsöl zu Ihrem Hauttyp passt und wie Sie es richtig in Ihre Pflegeroutine integrieren, um maximale Wirkung zu erzielen.
Was sind Gesichtsöle?
Gesichtsöle sind hochkonzentrierte, pflanzliche Pflegeprodukte mit zahlreichen positiven Effekten. Sie stärken den Hydrolipidmantel der Haut, regulieren den Talghaushalt und schützen vor Umwelteinflüssen wie UV-Strahlung, Luftverschmutzung und freien Radikalen, während sie gleichzeitig dazu beitragen, Feuchtigkeit in der Haut zu bewahren.
Durch ihre Zusammensetzung aus essentiellen Fettsäuren, Vitaminen, Ceramiden und Antioxidantien wirken sie präventiv gegen Falten, wobei sie gleichzeitig feine Linien optisch glätten und gestresste Haut beruhigen. Pflanzenöle ähneln der natürlichen Lipidstruktur der Haut, sodass ihre Wirkstoffe besonders gut aufgenommen werden können und die Haut gezielt unterstützen.
Der Hydrolipidmantel enthält Triglyceride, Linol- und Ölsäure sowie Ceramide, die sich ebenfalls in hochwertigen Pflanzenölen finden. Dadurch wird nicht nur die Barrierefunktion der Haut gestärkt, sondern auch der Feuchtigkeitsverlust reduziert und die natürliche Hautregeneration unterstützt.
Beliebte Pflanzenöle in Gesichtsölen
Jojobaöl: reguliert Talgproduktion, nicht-komedogen, beruhigt Haut
Arganöl: reich an Vitamin E, ungesättigten Fettsäuren, antioxidativ
Mandelöl: sanft, entzündungshemmend, ideal für empfindliche Haut
Avocadoöl: rückfettend, hydratisierend, reich an Vitamin A
Tamanuöl: entzündungshemmend, regenerierend bei Hautirritationen
Kaktusfeigenkernöl: Anti-Aging, antioxidativ, schützt vor freien Radikalen
Kukuinussöl: nährend, fördert Hautschutz und Elastizität
Traubenkernöl: leicht, antioxidativ, pflegt fettarme Hautpartien
Aprikosenkernöl: reich an ungesättigten Fettsäuren, pflegt trockene und empfindliche Haut
Sesamöl: rückfettend, antioxidativ, schützt die Hautbarriere
Tipp: Kaltgepresste Öle bewahren dank der schonenden Gewinnung Vitamine (A, E), Mineralstoffe und essenzielle Fettsäuren (Omega-3, Omega-6). Sie sind reich an Antioxidantien, schützen die Zellen und fördern eine gesunde Hautbarriere.
Gesichtsöl richtig anwenden: Schritt-für-Schritt-Anleitung
Die richtige Anwendung von Gesichtsölen entscheidet darüber, wie gut die Haut die wertvollen Lipide aufnehmen kann und wie effektiv sie vor Feuchtigkeitsverlust geschützt wird. Dabei spielen Zeitpunkt, Hauttyp und Ölwahl eine entscheidende Rolle.
1. Reinigung als Basis
Reinigen Sie Ihr Gesicht gründlich, um Make-up, Talg und Umweltrückstände zu entfernen. Nur auf sauberer Haut kann das Gesichtsöl optimal wirken.
2. Idealer Zeitpunkt: Auf leicht feuchter Haut
Tragen Sie das Gesichtsöl idealerweise auf leicht feuchter Haut auf (z. B. nach Toner oder Serum).
So kann das Öl die vorhandene Feuchtigkeit einschließen und bewahren.
3. Dosierung und Anwendung
Erwärmen Sie 2–3 Tropfen zwischen den Handflächen und massieren Sie das Öl sanft von der Gesichtsmitte nach außen und nach oben ein.
Alternativ kann das Öl auch sanft eingedrückt werden – besonders bei empfindlicher Haut.
4. Einziehen lassen und Pflege abschließen
Lassen Sie das Öl einige Minuten einziehen.
Je nach Hauttyp können Sie anschließend eine Creme auftragen oder das Öl als letzten Pflegeschritt verwenden.
Wann Gesichtsöl anwenden – morgens oder abends?
Morgens
Gesichtsöl kann morgens verwendet werden, sollte jedoch leicht und schnell einziehend sein.
Geeignete Öle für den Tag:
- Jojobaöl – regulierend, leicht
- Traubenkernöl – schnell einziehend, antioxidativ
- Kukuinussöl – schützend, nicht beschwerend
- Brokkolisamenöl – glättend, „natürlicher Glow“
Vorteil: Schützt die Haut vor Umwelteinflüssen und Feuchtigkeitsverlust und sorgt für ein gepflegtes Hautbild.
Abends
Abends darf die Pflege reichhaltiger und regenerierender sein, da die Haut über Nacht intensiver arbeitet.
Geeignete Öle für die Nacht:
- Kaktusfeigenkernöl – antioxidativ, regenerierend
- Arganöl – pflegend, barrierestärkend
- Hagebuttenöl – unterstützt Hauterneuerung
- Tamanuöl – beruhigend, regenerierend
Vorteil: Unterstützt die Regeneration, stärkt die Hautbarriere und pflegt intensiv.
Extra-Tipps für maximale Wirkung
- Weniger ist mehr: Zu viel Öl kann die Haut überpflegen
- Kombination mit Creme: Ideal bei trockener Haut für zusätzlichen Schutz
- Make-up Hack: 1 Tropfen im Make-up sorgt für einen natürlichen Glow
- Massage & Gua Sha: Verwenden Sie ein Öl mit guter Gleitfähigkeit (z. B. Jojoba- oder Arganöl)
Häufige Fehler bei der Anwendung von Gesichtsölen
Auch hochwertige Gesichtsöle entfalten ihre Wirkung nur bei richtiger Anwendung. Diese typischen Fehler sollten Sie vermeiden:
1. Gesichtsöl auf trockener Haut auftragen
Wird Gesichtsöl auf komplett trockener Haut angewendet, kann es keine Feuchtigkeit einschließen.
Besser: Immer auf leicht feuchter Haut (z. B. nach Toner oder Serum) auftragen.
2. Zu viel Produkt verwenden
Mehr Öl bedeutet nicht automatisch mehr Wirkung. Eine zu hohe Menge kann die Haut überpflegen und zu einem unangenehmen Hautgefühl führen.
Empfehlung: 2–3 Tropfen reichen völlig aus
3. Falsches Öl für den Hauttyp wählen
Nicht jedes Öl passt zu jeder Haut. Schwere, stark rückfettende Öle können bei fettiger Haut Unreinheiten fördern.
Wichtig: Leichte Öle für fettige Haut, reichhaltige Öle für trockene Haut
4. Falsche Reihenfolge in der Pflegeroutine
Gesichtsöl wird oft falsch eingeordnet.
Grundregel: Immer nach wasserbasierten Produkten (Serum, Toner) auftragen, da es die Haut „versiegelt“.
5. Ungeduld beim Einziehen
Wird direkt nach dem Auftragen Make-up oder Creme verwendet, kann das Öl nicht richtig wirken.
Tipp: 1–2 Minuten einziehen lassen
6. Verwendung ungeeigneter Öle am Morgen
Sehr schwere oder stark glänzende Öle können tagsüber die Haut beschweren oder Make-up beeinflussen.
Morgens besser: leichte, schnell einziehende Öle
7. Unregelmäßige Anwendung
Gesichtsöle wirken nicht sofort wie ein „Quick Fix“.
Entscheidend ist die regelmäßige Anwendung, um die Haut langfristig zu unterstützen.
Gesichtsöle für verschiedene Hauttypen
Fettige oder unreine Haut
Öl kann bei fettiger Haut regulierend wirken. Ein äußerer Ölfilm signalisiert der Haut, dass genug Talg vorhanden ist, wodurch die Talgproduktion reduziert wird.
Empfohlene Öle:
Jojobaöl: reguliert Talgproduktion, nicht-komedogen, antibakteriell
Tamanuöl: entzündungshemmend, beruhigend bei Pickeln
Wirkung:
Reduktion von Mitessern und Pickeln
Beruhigung der Haut
Vermeidung von Glanz durch schnell einziehende, trocknende Öle
Geeignet für die fettige und unreine Haut ist das Argan Restore Gesichtsöl.
Mischhaut
Mischhaut benötigt leichte, schnell einziehende Öle, die Feuchtigkeit spenden, ohne fettige Partien zu überpflegen.
Empfohlene Öle:
Arganöl: Vitamin E, beruhigt Haut, reduziert Unreinheiten
Traubenkernöl: antioxidativ, leicht einziehend
Aprikosenkernöl: feuchtigkeitsspendend, reguliert Hautbalance
Wirkung:
Ausgleich der Hautbalance
Schutz vor Feuchtigkeitsverlust
Glatte, ebenmäßige Haut.
Empfindliche Haut
Empfindliche Haut hat oft eine gestörte Schutzbarriere und reagiert empfindlich auf Stress, UV-Strahlung oder Umwelteinflüsse.
Empfohlene Öle:
Mandelöl: regenerierend, beruhigend, entzündungshemmend
Tamanuöl: stärkt die Barriereschicht, reduziert Rötungen
Aprikosenkernöl: mild, feuchtigkeitsspendend, reduziert Irritationen
Olivenöl: rückfettend, antioxidativ, stabilisiert Hautschutz
Wirkung:
Wiederherstellung der natürlichen Hautbarriere
Reduktion von Irritationen und Rötungen
Ausgleich des Feuchtigkeitshaushalts
Produktbeispiele: Tamanu Repair Gesichtsöl
Reife Haut
Reife Haut profitiert von Ölen mit antioxidativen Wirkstoffen, Vitaminen und essentiellen Fettsäuren.
Empfohlene Öle:
Kaktusfeigenkernöl: Anti-Aging, reich an Antioxidantien
Hagebuttenöl: Vitamin C, fördert Regeneration
Arganöl: elastizitätsfördernd, glättend
Brokkolisamenöl: leicht, glättend, antioxidativ
Wirkung:
Reduktion feiner Linien und Falten
Straffung der Haut
Schutz vor oxidativem Stress
Produktbeispiel: Kaktusfeige Anti-Oxidant Gesichtsöl
Normale Haut
Normale Haut profitiert von leichten, schützenden Ölen, die Feuchtigkeit spenden und die Hautbalance erhalten.
Empfohlene Öle:
Kukuinussöl: leicht, pflegend, schützend
Olivenöl: rückfettend, antioxidativ
Wirkung:
Optimale Hydration
Schutz der Hautbarriere
Erhalt der natürlichen Hautstruktur
Trockene Haut
Trockene Haut benötigt reichhaltige, lipidreiche Pflege, die die Hautbarriere stärkt und die Feuchtigkeit in der Haut bewahrt. Hochwertige Pflanzenöle unterstützen die Regeneration der Lipidschicht, verbessern Elastizität und schützen vor Austrocknung.
Empfohlene Öle:
- Mandelöl: beruhigend, feuchtigkeitserhaltend, reduziert Spannungsgefühle
- Avocadoöl: rückfettend, unterstützt Hautelastizität, schützt vor Feuchtigkeitsverlust
- Arganöl: pflegend, antioxidativ, stärkt die Hautbarriere
- Aprikosenkernöl: sanft, feuchtigkeitsspendend, glättend
- Paranussöl: rückfettend, sehr nährend, reich an ungesättigten Fettsäuren und Vitamin E
Produktbeispiel: Kukui Protect Gesichtsöl
Wirkung:
Intensive Feuchtigkeitsversorgung
Verbesserung der Hautelastizität
Schutz vor Austrocknung
Produktbeispiel: Kukui Protect Gesichtsöl
Haut mit Rosacea
Rosacea-Haut reagiert empfindlich auf aggressive Inhaltsstoffe und Fruchtsäuren.
Empfohlene Öle:
Arganöl: stärkend, antioxidativ
Tamanuöl: regenerierend, entzündungshemmend
Olivenöl: mild, rückfettend
Wirkung:
Schutz vor Reizungen
Reduktion von Rötungen
Stärkung der Hautbarriere
Produktbeispiel: Tamanu Repair Gesichtsöl
Fazit: Gesichtsöle richtig anwenden für sichtbar gepflegte Haut
Gesichtsöle sind ein wertvoller Bestandteil moderner Hautpflege, wenn sie richtig angewendet werden. Sie stärken die Hautbarriere, schützen vor Feuchtigkeitsverlust und unterstützen ein ausgeglichenes, geschmeidiges Hautbild. Entscheidend ist dabei die passende Auswahl des Öls, abgestimmt auf Ihren Hauttyp sowie den richtigen Zeitpunkt in der Pflegeroutine.
Ob leichte, schnell einziehende Öle für den Tag oder reichhaltige, regenerierende Pflege für die Nacht – richtig eingesetzt können Gesichtsöle die Haut sichtbar verbessern und ihr neue Ausstrahlung verleihen.
Wenn Sie Ihre Haut gezielt unterstützen möchten, lohnt es sich, auf hochwertige, naturbelassene Pflanzenöle zu setzen. Diese liefern essentielle Fettsäuren und Antioxidantien, die die Haut langfristig pflegen und schützen.
Entdecken Sie passende Gesichtsöle für Ihren Hauttyp und integrieren Sie diese gezielt in Ihre tägliche Pflegeroutine – für eine gesunde, strahlende und gepflegte Haut.
Quellen
- Lin, T. K., Zhong, L., & Santiago, J. L. (2018): Anti-Inflammatory and Skin Barrier Repair Effects of Topical Application of Some Plant Oils. International Journal of Molecular Sciences.
- Danby, S. G. et al. (2013): The effect of oils on the skin barrier. British Journal of Dermatology.
- Proksch, E., Brandner, J. M., & Jensen, J. M. (2008): The skin: an indispensable barrier. Experimental Dermatology.
- Draelos, Z. D. (2018): Cosmetic Dermatology: Products and Procedures. Wiley.
- Baumann, L. (2009): Skin Type Solutions. Bantam Dell.
Häufig gestellte Fragen zu Gesichtsölen
Ja, Gesichtsöle können täglich angewendet werden – morgens, abends oder als Ergänzung zur Creme, je nach Hauttyp und Bedarf.
- Trockene Haut: reichhaltige Öle wie Avocadoöl oder Mandelöl
- Fettige Haut: leichte Öle wie Jojobaöl oder Traubenkernöl
- Empfindliche Haut: beruhigende Öle wie Aprikosenkernöl oder Tamanuöl
- Reife Haut: antioxidative Öle wie Kaktusfeigenkernöl oder Arganöl
Ja, Gesichtsöl kann auch bei fettiger Haut sinnvoll sein. Leichte, nicht-komedogene Öle wie Jojobaöl oder Traubenkernöl können helfen, die Talgproduktion auszugleichen und die Haut zu beruhigen. Wichtig ist die Wahl eines passenden, schnell einziehenden Öls.
Gesichtsöl wird in der Regel nach der Feuchtigkeitspflege aufgetragen, da es die Haut versiegelt und vor Feuchtigkeitsverlust schützt. Alternativ kann es auch auf leicht feuchter Haut direkt nach der Reinigung angewendet werden.
Nicht jedes Gesichtsöl verstopft die Poren. Entscheidend ist die Wahl des richtigen Öls: Leichte, nicht-komedogene Öle wie Jojobaöl oder Arganöl sind auch für unreine Haut geeignet und können das Hautbild sogar verbessern.
Ein Gesichtsöl kann eine Creme in bestimmten Fällen ersetzen, jedoch nicht vollständig. Während Cremes sowohl Feuchtigkeit (Wasser) als auch Lipide (Fette) enthalten, liefern Gesichtsöle ausschließlich Lipide. Sie stärken die Hautbarriere und schützen vor Feuchtigkeitsverlust, spenden jedoch selbst keine Feuchtigkeit.
Für optimale Pflege empfiehlt es sich, Gesichtsöl in Kombination mit einer Feuchtigkeitspflege oder auf leicht feuchter Haut anzuwenden.
Für eine Gua Sha Massage eignen sich besonders leichte, gut gleitende Gesichtsöle, die nicht zu schnell einziehen. Ideal sind Öle wie Jojobaöl, Arganöl, Kukuinussöl oder Squalan, da sie die Haut geschmeidig halten und eine sanfte Massage ermöglichen.
Für reifere oder trockene Haut kann auch Kaktusfeigenkernöl verwendet werden, während empfindliche Haut von Mandelöl oder Aprikosenkernöl profitiert. Wichtig ist, dass das Öl gut verträglich ist und ausreichend Gleitfähigkeit bietet, um die Haut nicht zu reizen.