Krähenfüße – auch Augenfalten oder Augenfältchen genannt – sind feine Linien, die sich am äußeren Augenwinkel bilden. Sie gehören zu den ersten sichtbaren Zeichen der Hautalterung, da die Haut in diesem Bereich besonders dünn und empfindlich ist. Anfangs erscheinen sie meist nur beim Lächeln oder Blinzeln als sogenannte Mimikfalten. Mit zunehmendem Alter bleiben die Linien jedoch auch im entspannten Gesichtsausdruck sichtbar.
Doch warum entstehen Krähenfüße überhaupt – und welche Maßnahmen helfen tatsächlich, Augenfalten zu reduzieren?
WARUM ENTSTEHEN KRÄHENFÜSSE UND AUGENFÄLTCHEN?
Krähenfüße und Augenfalten gehören zu den ersten sichtbaren Zeichen der Hautalterung. Die feinen Linien entstehen durch ein Zusammenspiel aus natürlicher Hautalterung, Mimikbewegungen, UV-Strahlung sowie individuellen Lebensgewohnheiten. Besonders die empfindliche Augenpartie reagiert früh auf äußere und innere Einflüsse.
Kurz erklärt:
Krähenfüße sind feine Linien an den äußeren Augenwinkeln, die durch wiederholte Gesichtsmimik, Kollagenabbau, Feuchtigkeitsverlust und Umweltfaktoren entstehen. Mit zunehmendem Alter verliert die Haut an Elastizität, wodurch sich zunächst temporäre Linien zu dauerhaften Augenfalten entwickeln können.
WIE MIMIK KRÄHENFÜSSE UND AUGENFALTEN ENTSTEHEN LÄSST
Die Augenregion ist ständig in Bewegung. Blinzeln, Lächeln oder das Zusammenkneifen der Augen bei hellem Licht beanspruchen die Haut täglich mehrere tausend Male.
Da die Haut rund um die Augen deutlich dünner ist als andere Gesichtspartien und weniger stützendes Fettgewebe besitzt, prägen sich wiederholte Bewegungen schneller ein. Was zunächst als feine Mimiklinie erscheint, kann sich mit nachlassender Hautelastizität dauerhaft als Krähenfüße sichtbar machen.
WARUM KOLLAGENABBAU KRÄHENFÜSSE VERSTÄRKT
Bereits ab dem mittleren Zwanzigeralter nimmt die körpereigene Produktion von Kollagen und Elastin langsam ab. Kollagen verleiht der Haut Stabilität, während Elastin für Spannkraft und Flexibilität sorgt.
Sinkt der Anteil dieser Strukturproteine, verliert die Haut an Festigkeit und feine Linien rund um die Augen werden sichtbarer. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass dieser Prozess ein zentraler Mechanismus der natürlichen Hautalterung ist (Farage et al., 2013).
UV-STRAHLUNG ALS HAUPTURSACHE FÜR VORZEITIGE KRÄHENFÜSSE
Sonnenstrahlung zählt zu den wichtigsten Ursachen ausgeprägter Augenfalten. UV-Strahlen fördern oxidativen Stress und beschleunigen den Abbau kollagener Fasern.
Dermatologisch wird dieser Prozess als Photoaging bezeichnet und gilt als Hauptursache vorzeitiger Hautalterung (Fisher et al., 2002). Besonders die dünne Augenpartie reagiert empfindlich auf UV-Belastung, weshalb täglicher Sonnenschutz entscheidend zur Vorbeugung von Krähenfüßen beiträgt.
WARUM TROCKENE HAUT AUGENFÄLTCHEN SICHTBARER MACHT
Die Augenpartie besitzt weniger Talgdrüsen und kann Feuchtigkeit schlechter speichern. Bereits leichter Feuchtigkeitsverlust lässt feine Linien stärker hervortreten.
Eine geschwächte Hautbarriere verstärkt diesen Effekt zusätzlich. Gut hydratisierte Haut wirkt dagegen glatter, elastischer und widerstandsfähiger gegenüber äußeren Belastungen.
LEBENSSTIL UND EXTRINSISCHE HAUTALTERUNG
Neben genetischen Faktoren beeinflussen Lebensgewohnheiten maßgeblich die Entstehung von Krähenfüßen:
Rauchen vermindert die Durchblutung der Haut und erhöht oxidativen Stress
Alkohol kann die Haut austrocknen und entzündliche Prozesse fördern
Hoher Zuckerkonsum begünstigt Glykationsprozesse, bei denen Kollagenfasern verhärten
Schlafmangel und chronischer Stress beeinträchtigen die Regeneration der Haut
Eine unausgewogene Ernährung schwächt langfristig die Hautstruktur
Dermatologisch wird deshalb zwischen intrinsischer (genetischer) und extrinsischer (durch Umwelt und Lebensstil beeinflusster) Hautalterung unterschieden (Shuster et al., 1975). Besonders extrinsische Faktoren lassen sich aktiv beeinflussen und bieten großes Präventionspotenzial.
TROCKENHEITSLINIEN ODER ECHTE AUGENFALTEN?
Nicht jedes Augenfältchen ist sofort eine dauerhafte Falte. Häufig beginnen Krähenfüße als sogenannte Trockenheitslinien. Diese oberflächlichen Linien entstehen durch Feuchtigkeitsmangel und können sich bei gezielter Pflege deutlich verbessern.
Erst wenn strukturelle Veränderungen im Bindegewebe auftreten und Kollagenfasern dauerhaft abgebaut werden, entwickeln sich echte Falten. Frühzeitige Pflege der Augenpartie spielt daher eine entscheidende Rolle bei der Vorbeugung.
WAS HILFT WIRKLICH GEGEN AUGENFALTEN UND KRÄHENFÜSSE?
Krähenfüße lassen sich nicht vollständig entfernen, ihr Erscheinungsbild kann jedoch sichtbar reduziert und ihre Entstehung verlangsamt werden. Entscheidend ist eine Kombination aus Schutz, Pflege und gesunden Lebensgewohnheiten.
1. Konsequenter Sonnenschutz
Ein täglicher UVA- und UVB-Schutz gilt als wichtigste Anti-Aging-Maßnahme. Er schützt die Kollagenstruktur und beugt Photoaging effektiv vor.
2. Intensive Feuchtigkeitspflege
Feuchtigkeitsbindende Wirkstoffe wie Hyaluronsäure unterstützen die Wasserbindung in der Haut. Hautverwandte Lipide wie Squalan stärken zusätzlich die Hautbarriere und reduzieren Feuchtigkeitsverlust.
3. Antioxidativer Schutz
Antioxidantien wie Vitamin C, Vitamin E und pflanzliche Polyphenole neutralisieren freie Radikale, die durch UV-Strahlung und Umweltbelastungen entstehen.
4. Hautfreundliche Lebensgewohnheiten
Ausreichender Schlaf, ausgewogene Ernährung, Stressreduktion und der Verzicht auf Nikotin tragen nachweislich zur Hautgesundheit bei und helfen, Augenfalten langfristig zu reduzieren.
FAZIT: KRÄHENFÜSSE GANZHEITLICH VERSTEHEN UND REDUZIEREN
Krähenfüße entstehen durch ein komplexes Zusammenspiel aus Mimik, natürlichem Kollagenabbau, UV-Strahlung, Feuchtigkeitsverlust und individuellen Lebensgewohnheiten. Während genetische Alterungsprozesse nicht vollständig aufgehalten werden können, lassen sich viele äußere Einflussfaktoren gezielt steuern.
Eine langfristig wirksame Strategie gegen Augenfalten basiert auf konsequentem Sonnenschutz, intensiver Feuchtigkeitspflege, antioxidativem Schutz und einem hautfreundlichen Lebensstil. Wer diese Faktoren früh berücksichtigt, kann das Fortschreiten von Augenfältchen sichtbar verlangsamen und die empfindliche Augenpartie nachhaltig stärken.
Quellen
- Farage, M. A., Miller, K. W., Elsner, P., & Maibach, H. I. (2013).
Characteristics of Aging Skin. Advances in Wound Care. - Fisher, G. J., Kang, S., Varani, J., Bata-Csorgo, Z., Wan, Y., & Datta, S. (2002).
Mechanisms of Photoaging and Chronological Skin Aging. Archives of Dermatology. - Shuster, S., Black, M. M., & McVitie, E. (1975).
The influence of age and sex on skin thickness, collagen and density. British Journal of Dermatology. - Gilchrest, B. A., Eller, M. S., Geller, A. C., & Yaar, M. (1999).
The Pathogenesis of Melanoma Induced by Ultraviolet Radiation. New England Journal of Medicine. - Draelos, Z. D. (2018).
The science behind skin care: Moisturizers. Journal of Cosmetic Dermatology.
Erste Augenfältchen können bereits ab Mitte 20 auftreten, da ab diesem Zeitpunkt die Kollagenproduktion der Haut langsam abnimmt. Wie früh Krähenfüße sichtbar werden, hängt jedoch stark von genetischen Faktoren, Sonneneinstrahlung und Lebensgewohnheiten ab.
Frühzeitige Pflege der Augenpartie mit feuchtigkeitspender Augenpflege wie Augenserum oder Augencreme ab Mitte 20–30 hilft, die Hautstruktur zu stärken und ersten Krähenfüßen vorzubeugen.
Ja, eine regelmäßige Gua-Sha-Massage kann die Haut um die Augenpartie unterstützen. Sie fördert die Durchblutung, regt den Lymphabfluss an und sorgt für eine leichte Straffung der Haut, wodurch feine Linien sichtbar gemildert werden. Vor der Massage sollte ein passendes Öl aufgetragen werden – ideal sind z. B. Squalan Olive Konzentrat oder Aprikosenkernöl. Für beste Ergebnisse empfiehlt sich die Kombination mit feuchtigkeitsspendenden Seren oder Augencremes.
Krähenfüße lassen sich zwar nicht komplett beseitigen, aber sichtbar reduzieren. Pflegeprodukte mit Hyaluronsäure, Peptiden oder Aloe Vera stärken die Haut und glätten feine Linien. Natürliche Methoden wie Gua-Sha- oder sanfte Augenmassagen, regelmäßiger Sonnenschutz und eine gesunde Lebensweise können die Hautelastizität verbessern. Öle wie Squalan Olive Konzentrat oder Aprikosenkernöl unterstützen die Massage und spenden zusätzlich Feuchtigkeit.